Ein „Gegenpapst“, die Inquisition und der Bosnische Kreuzzug 1235

Nachdem Kulin Ban die Fundamente gelegt hatte, begann für die Bogomilen in Bosnien ein Aufschwung. Doch die Päpste in Rom hetzten weiter gegen die „Ketzer“ im Osten, und stachelten die benachbarten Ungarn und Kroaten auf. Dem Frieden im Land gingen der Einfall der Inquisition und der blutige Bosnische Kreuzzug voraus. Doch den Bogomilen blieb durch eine grausame Wendung des Schicksals die vollständige Ausmerzung durch die Katholiken erspart – anders als den Katharern, ihren Brüdern und Schwestern im Glauben in Südfrankreich.

Versklavung von Bogomilen

Die Sklaverei gilt im allgemeinen in den „christlichen“ Ländern Westeuropas seit der Spätantike als abgeschafft. Doch südlich der Alpen wurden noch im Mittelalter auch von der Romkirche als Ketzer gebrandmarkte Andersgläubige wie die Bogomilen fortgesetzt zu Opfern des Sklavenhandels – insbesondere Frauen und Kinder.

Papst Innozenz III. – Anstifter zum Genozid an Bogomilen

Innozenz III. setzte alles daran, Andersgläubige durch das Schwert auszumerzen. Als theologischer Brandstifter und entscheidender geistiger Wegbereiter der Inquisition ließ er europaweit den Aufruf zum „Heiligen Krieg“ von den Kirchenkanzeln. Dieser bösartigen Strategie fiel unter anderem die Bogomilen-freundliche Stadt Zadar zum Opfer.