Einleitung

Wer waren die Bogomilen? Was glaubten und wie lebten sie? Diese umfangreiche Dokumentation zur Glaubensbewegung der Gottesfreunde in Südosteuropa zeigt auf: Die Bogomilen wirkten über Jahrhunderte in der Balkanregion und weit darüber hinaus.

Die Bogomilen – Themenüberblick

Die Geistesgeschichte des Abendlandes ist seit Jahrhunderten geprägt von der ungleichen Auseinandersetzung zwischen mächtigen, oft brutal agierenden Glaubensinstitutionen – und friedliebenden Freidenkern, Aufklärern und Erneuerern, die sich am Strom des Urchristentums orientierten.

Die Katharer und Beginen etwa waren im Frankreich, Deutschland und Italien des Mittelalters beheimatet und sind dort auch heute noch mehr oder minder bekannt.

Was allerdings in Vergessenheit geraten ist: Einer der Ursprünge dieser urchristlichen Glaubensgemeinschaften liegt im südost-europäischen Raum, in der Volksbewegung der Bogomilen.

Von der Entstehung im oströmischen Kaiserreich von Byzanz im 10. Jahrhundert nach Christus bis hin zum gnadenlosen Genozid rund 400 Jahre später – maßgeblich betrieben durch die römisch-katholischen Kirche: Diese Online-Dokumentation erhellt das Leben und Schicksal der Bogomilen anhand zeitgenössischer Quellen sowie aktueller Publikationen namhafter Historiker und Autoren.

Hinweis: Diese Online-Dokumentation ist im Aufbau und wird laufend ergänzt.

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Wer waren die Bogomilen?

Die Bogomilen nannten sich selbst oft „gute Menschen“ oder „gute Christen“. Die Bewegung entstand in Bulgarien. Sie verbreitete sich vom 9. bis ins 15. Jahrhundert über Nord-Mazedonien, Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina bis nach Dalmatien. Und weit darüber hinaus: Intensive Kontakte zu den Katharern in Südfrankreich und Italien sind belegt.

Doch was glaubten diese freien Christen, und wie lebten sie? Aufgrund intensiver Verfolgung und Vertreibung durch orthodoxe und katholische Kircheninstitutionen und Machthaber wurden die meisten Zeugnisse dieser Glaubensbewegung vernichtet. 

Einige zeitgenössische Belege jedoch blieben in Stadt- und Kirchenarchiven erhalten. Sie zeichnen das Bild von Menschen, die tierische Lebensmittel aus Gründen des Glaubens konsequent mieden. Deshalb bezogen sie das Gottesgebot „Du sollst nicht töten“ auf jedes von Gott geschaffene Leben.

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